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„Eine Route für die Ewigkeit – Legende und Lebenstraum“ Antarktis 2020 Dorian Bay auf Wiencke Island

Posted by on 29. März 2020

Quelle: Secretariat of the Antarctic Treaty

Heute geht es früh los. Wir beginnen um 9 Uhr mit dem Ausbooten. Schon auf dem Weg zu unserer Landungsstelle „fliegen“ Eselspinguine durch das Wasser.

Ist das nicht ein wahnsinniges Panorama? Absolut spiegelglatte See bei 5 Grad Celsius.

Damoy Hut

Auf der Landzunge, die ein Teil der Wiencke Insel ist, gibt es zwei alte Hütten zu besuchen. Einmal die hier abgebildete englische Sommerhütte Damoy Hut sowie die gegenüberliegende argentinische Hütte.

argentinische Hütte

 

Eselspinguine

Ein Besuch der historischen Hütte ist nicht möglich, da sich Eselspinguine den „Keller“ als Kinderstube ausgesucht haben. Nun, wer will schon ein Haus besichtigen, wenn darunter das pure Leben tobt. Wenn die Pinguineltern vom Fischfang zurück kommen, werden sie von den halbwüchsigen Küken total überfallen. Die Eltern müssen erst einmal herausfinden, welche Kinder ihre eigenen sind, erst dann beginnt die Fütterung. Fremde Küken werden gnadenlos weg gebissen.

Eselspinguine bei der Fütterung

 

Quelle: Secretariat of the Antarctic Treaty

So sieht die 1975 erbaute Hütte von innen aus.

Hinter den Hütten haben wir die Möglichkeit, den Gletscher hinauf zu steigen. Von dort oben hat man einen schönen Ausblick und kann auch die englische Station Port Lockroy sehen, von wo auch die Damoy Hut betreut wird. Dort haben die Engländer ein kleines Museum eingerichtet und man kann Post verschicken. Unser Expeditionsleiter Torsten ist mit dem Zodiac hinüber gefahren und hat unsere Post aufgegeben. Die Karte war nach exakt vier Wochen in München.

Port Lockroy Museum on Goudier Island in the Palmer Archipelago, Antarctica                                                                                         Quelle: Wikipedia by Apcbg

Ich habe bereits zum Beginn des Berichts darauf hingewiesen, dass extrem viele Schiffe in diesem Teil der Antarktis unterwegs sind. Das ist der Grund, weshalb wir uns Port Lockroy nicht anschauen konnten, weil dort schon ein anderes Kreuzfahrtschiff seine Passagiere an Land gelassen hat. Ich verzichte auf die Wanderung und wende mich lieber wieder den Pinguinen zu.

Hier gibt es eine kleine Kolonie, die ich gut beobachten kann. Eselspinguine sind etwas größer als die Zügelpinguine, die wir gestern gesehen haben. Diese hier haben noch recht kleine Küken.

Mutter mit zwei Küken

Fütterung

 

 

In diesem kurzen Clip fliegt eine Skua (große Raubmöwe) in die Kolonie ein. Die Pinguine regen sich auf und so kann man hören, woher die Eselspinguine ihren Namen haben. Es war mein erstes Video, deshalb bitte ich um Entschuldigung, weil es ein bisschen wackelt. Das Hintergrundgeräusch ist der Motor eines Zodiacs (Schauchboot).

Skuas oder große Raubmöwen sind Opportunisten mit einem sehr breiten Nahrungsspektrum. Als Aas- und Pflanzenfresser sind sie nützlich, aber am bekanntesten sind sie sicherlich für den Futterklau, wobei sie anderen Vögeln ihr Futter abjagen. Ab und an fischen Skuas auch mal selbst. Für Pinguine sind die Möwen eine Plage. Sie klauen ihre Eier, greifen die Küken an und machen auch vor erwachsenen Pinguinen, die sich zum Beispiel in der Mauser befinden, nicht Halt.

Quelle: Wikipedia by Liam Quinn from Canada

Peter hat im Rossmeer eine Skua beobachtet, die immer wieder einem Adeliepinguin in der Mauser in den Nacken gehackt hat. Glücklicherweise war der Pinguin noch kräftig genug, um kein Opfer zu werden.

Auf dem Rückweg zum Schiff entdecke ich dieses eingefrorene Pinguin-Ei.

Der einzelne Eselspinguin machte einen sehr verlorenen Eindruck mitten im Gezeitenstrom.

 

 

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